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Dos und Don'ts für Südtirol-Urlauber

DOS UND DON‘TS FÜR SÜDTIROL-KENNER

HIER EINIGE INSIDER-TIPPS UM EINE GUTE FIGUR ZU MACHEN UND PEINLICHKEITEN ZU VERMEIDEN


Meistens sind es nur Kleinigkeiten, die den Experten vom ahnungslosen Touristen unterscheiden. Wir haben hier eine Liste mit Tipps, mit denen Sie souverän auftreten und einen guten Eindruck hinterlassen können. Nebenbei werden Sie auch mehr Spaß im Urlaub haben.

 
DIE ULTIMATIVE CHARTLISTE DER DON’TS

PLATZ 1: Einheimische als Italiener/Österreicher/Deutsche bezeichnen (richtig: Südtiroler).
PLATZ 2: Die italienischen Ortsnamen für Südtiroler Orte benutzen.
PLATZ 3: Grüßen Sie nicht mit "Ciao". Das kennt jeder und das klingt sympathisch. Aber so grüßt man nur gute Freunde, nicht aber den Kellner oder Verkäufer. Genausogut könnten Sie die Kassiererin im Supermarkt auf die Wange küssen.
PLATZ 4: Samstagvormittag bei Regenwetter mit dem Auto nach Bozen fahren. Nehmen Sie lieber die öffentlichen Verkehrsmittel!
PLATZ 5: Zu glauben, dass alle schnell fahrenden Autofahrer mit Münchner-, Ebersberger oder Rosenheimer Kennzeichen Touristen wären. Falsch: das sind steuersparende Südtiroler!!
PLATZ 6: Weiße Tennissocken in offenen Sandalen anziehen!
PLATZ 7: „Rotweinschorle“, „Weißweinschorle“ (richtig: G’spritzter) oder Nudeln als Beilage bestellen.
PLATZ 8: Trockenen Wein bestellen. Dieser ist in Südtirol selbstverständlich, sofern es sich nicht um einen Dessertwein handelt.
PLATZ 9: Halten Sie nicht in einer Kurve oder einer unübersichtlichen Stelle um ein Foto zu knipsen. Das verärgert andere Autofahrer und kann leicht schiefgehen.
PLATZ 10: Nach dem Essen einen Cappuccino oder schlimmer noch einen Lattemacchiato (und eventuell noch falsch aussprechen. Sehr oft verwendet: "Lattematschaato") bestellen. Für jeden Genießer eine Barbarei. Zeigen Sie Stil und bestellen Sie einen Espresso oder „caffè macchiato“.

WAS SIE UNBEDINGT MACHEN SOLLTEN

SONNENAUF-UND UNTERGANG AUF DEN BERGEN
Warum nicht frühmorgens zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang eine schöne Wanderung. Genießen Sie die herrliche Stimmung und die einzigartige Ruhe der Südtiroler Bergwelt. Fragen Sie an der Rezeption nach geeigneten Routen und empfohlenen  Startzeiten.

WILDFREMDE MENSCHEN GRÜSSEN SIE AUF DER STRASSE
Kein Grund zur Beunruhigung. In vielen Dörfern und auf Wanderwegen ist es durchaus üblich, dass man sich nach gutem alten Brauch grüßt, auch wenn man sich noch nie begegnet ist. Erwidern Sie ruhig den Gruß. Das kostet nichts und beschert oft ein freundliches Lächeln.

IN SÜDTIROL NEHMEN DIE MENSCHEN DAS LEBEN GELASSEN
Auch wenn im Lokal das Essen etwas länger braucht, das ist kein Grund zur Panik. Hier geht man aus, um sich zu treffen und zu unterhalten und nicht nur, um den Hunger zu stillen. Zeigen Sie Souveränität und Sie werden sich wundern, wie schnell die Zeit vergeht und wie viel mehr Spaß es macht.

WAS SIE KEINESFALLS MACHEN SOLLTEN

DAS GLASERL ROTWEIN AM VORMITTAG
Nur dann empfehlenswert, wenn Sie als notorischer Säufer auftreten wollen. Trinken Sie lieber ein Glas erfrischenden Weißwein.

SPAGHETTI MIT GABEL UND LÖFFEL ZU VERSPEISEN IST AUSGESPROCHEN UNFEIN
Ebenso Nudeln als Beilage oder Eiswürfel zum Wein. Wer im Restaurant „Törggelen“ bestellt, muss damit rechnen, dass der Kellner einen Heul- oder Lachkrampf bekommt. „Törggelen“ ist kein Gericht sondern ein alter Südtiroler Herbstbrauch.

BROT AM TISCH
In Südtirol gehört Brot und Gedeck zum Essen und ist in den Preisen inkludiert (in italienischsprachigen Restaurants wird das Gedeck meistens ber. D.h.: Sie dürfen auch mal ruhig zugreifen ohne dafür in die Tasche langen zu müssen. Bei dem Konsum aber sollten Sie sich etwas zurückhalten und das Stück das Sie gewählt und angebissen haben nicht wieder zurück ins Körbchen legen. 

RAUCHEN SIE - ABER BITTE NUR IM FREIEN
Mittlerweile hat sich das Staatsgesetz zum Schutz der Nichtraucher durchgesetzt. Das heißt, Sie dürfen nur mehr in explizit gekennzeichneten Raucherlokalen oder vor dem Hause rauchen. In öffentlichen Einrichtungen ist es bereits seit langem verboten. Schauen Sie sich kurz um und verhalten Sie sich wie Ihre Mitmenschen, das passt meistens. 

WECHSELN SIE RUHIG DAS VERSCHWITZTE HEMD AM ENDE DER BERGTOUR
Aber bitte nicht im Lokal oder auf der Terrasse. Das ist ähnlich kultiviert wie eine Kirchenbesichtigung in der Badehose