Rezepte "anno dazumal" zum Nachkochen
Schwarzplentener Riebl
Dieses einfache Gericht wurde früher auf den Bauernhöfen v.a. im Schlerngebiet (Seis, Kastelruth, Völs,...) mehrmals die Woche gekocht. Der Schwarzplenten (=Buchweizen) wurde auf den meisten Höfen angebaut und galt als wichtiges Grundnahrungsmittel. Schon am frühen Morgen gab es die Süßspeise zum Frühstück oder am Abend mit einem Glas warmer Milch. Alle Zutaten, die für dieses Gericht benötigt wurden, wuchsen am Hof oder in unmittelbarer Umgebung. Aus dem Bauerngarten kamen die Äpfel, die den Winter über im tiefen Keller eingelagert wurden. Die Bäurin kochte aus den Preiselbeeren, die sie in den Wäldern gesammelt hat, eine köstliche Marmelade.
Zutaten:
- 250 g Schwarzplentenes Mehl (Buchweizen), grob
- 0,5 lt. Milch
- 2 Eier
- Butter
- 1 Prise Salz
- Zucker zum Betreuen
- Äpfel
- je nach Geschmack Preiselbeermarmelade oder Zwetschgenröster/Kompott
Zubereitung:
Schwarzplentenmehl (Buchweizen) und Milch verrühren, mindestens eine halbe Stunde quellen lassen. Eier und Salz unterrühren. In einer flachen Pfanne Butter heiß werden lassen, den Teig dazugeben (2 cm dick), anbacken und dann wenden. Auch auf der anderen Seite anbacken, dann in kleine Stücke zerteilen. Den Teig unter ständigem Umrüheren zerstechen und rösten, bis lauter kleine Stücke entstanden sind. Besonders gut schmeckt der Schwarzplentene Riebl mit Äpfeln. Diese werden klein aufgeschnitten unter den Teig gerührt und zusammen mit dem Teig herausgebacken. Mit Zucker bestreuen und zusammen mit Preiselbeermarmelade oder Zwetschgenröster warm servieren.

